Halmbarte



von germ.: „halm“ - Stange und „barte“ - Beil. Auch Helebarde, Helmbarte, Schweizer Spiess,... genannt.

 

Helmbarte

Die meisten Stangenwaffen, so vielfältig wie sie waren, entwickelten sich meistens aus herkömmlichen Werkzeugen, die speziell für das Kriegshandwerk weiterentwickelt wurden. Man verwendete sie ausschliesslich im Fußkampf.

In Deutschland wird die Halmbarte nach unklaren Quellen für die erste Hälfte des 14. Jh. erstmals genannt.
Diese Waffe wurde von den Schweizern als Antwort auf die gutgepanzerten Ritterheere sehr erfolgreich eingesetzt, so in den Schlachten von z.B. am Morgarten (15.11.1315) und Sempach (09.07.1386).
Ein gut geführter Haufen von Halmbardieren konnte den Angriff einer Reiterattacke durchaus brechen, worin die Schweizer als wahre Meister galten.

Die Halmbarte selbst besteht aus einem ca. 1,70 m bis 2,20 m langen hölzernen Schaft. Das Eisen,das mit Schaftfedern daran befestigt ist, läuft, meist etwas seitlich versetzt, in eine kräftige Stoßspitze aus.
An einer Seite sitzt das Axtblatt, gegenüber ein Reißhaken. Im laufe der Zeit verlängerte sich die Spitze
und verringerte sich die Breite des Axtblattes, bis die Halmbarte im 17. Jh. nurmehr für Paradezwecke ver-
wendet wurde, da ab dem Ende des 15. Jh. die Handbüchse als Waffe der Fußsoldaten die Halmbarte verdrängte.

In München wurden am 23.01.1456 für 26 Pfund 15 Pfennige in Münchner Währung 135 Halmbarten gekauft und Schweizer Knechte angeworben, „um Ausbildung zue machen“.